Wann ist ein Update Ihrer Website / Ihres Unternehmensportals angesagt und wann ist ein Relaunch das Mittel der Wahl?

Im Zusammenhang mit diesem Thema kommt dann meist die nächste Frage, was der “bessere” Weg ist. Das ist, wie zu erwarten, nicht so leicht zu beantworten und es gibt auch keine klare Abgrenzung. Es ist immer eine Entscheidung anhand individueller Kriterien. Wir möchten hier einige Anregungen geben, wie Sie die Entscheidung “Update oder Relaunch” für sich treffen können.

Das Update

Bei einem Update ist der Treiber meist ein technischer Hintergrund. Der Klassiker ist das CMS, dass ein Update benötigt. Denn wir jede andere Software auch, unterliegen auch CMS einem Lebenszyklus und sind nicht frei von Bugs. Daher sind regelmäßige Updates Pflicht, um den Betrieb sicherstellen zu können. 

Meist ist ein Update von einer Version zur Nächsten auch kein großes Problem. Spannend wird es, wenn größere Anpassungen innerhalb des CMS geschehen sind. Dann gibt es meist auch weitere Abhängigkeiten. Das können Erweiterungen sein, die entweder mit aktualisiert, angepasst oder ersetzt werden müssen. Ist das der Fall, steigt der Aufwand für das Update schnell an. 

Da eigentlich jedes Update mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, lohnt es sich immer, weiter in die Zukunft zu schauen. Wird es perspektivisch weitere Anforderungen oder funktionale Wünsche geben? Dann kann es auch sein, dass ein Update nicht mehr lohnt, wenn man das CMS in Kürze komplett austauschen wird.

Der Relaunch

Im Gegensatz zu einem Update, bei dem nur die technische Basis auf den neuen Stand gebracht wird, gibt es bei einem Relaunch regelmäßig einen kompletten “Neuanfang”. Auch hier gibt es viele Gründe für diesen Weg. 

  • Ein Update ist mehr Aufwand als ein Relaunch
  • Das eigene CMS wird nicht mehr weiterentwickelt
  • Das CMS muß ersetzt werden, um für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein

Der spannende Punkt ist meist der Umgang mit den bestehenden Daten. Wie einfach eine Migration der Inhalte und Daten ist, bestimmt in der Regel den Aufwand für den Relaunch. Damit ergeben sich dann auch die Kosten für einen Relaunch. Überdenkt man ohnehin seine digitale Marketingstrategie, können die bisherigen Inhalte auch nicht mehr relevant sein und dann kippt das Pendel auch schnell in Richtung Relaunch. 

Ein technischer Aspekt bei der Relaunch-Entscheidung ist auch, ob aktuell und perspektivisch genug KnowHow für das verwendete System verfügbar ist. Das kann sowohl intern als auch extern sein. Es gibt im Web-Umfeld viele schnelllebige Trends, die nach ein paar Jahren nicht mehr gefragt sind und dann kann es auch schwer werden, einen kompetenten Dienstleister zu finden.

Muß es immer ein “oder” sein?

Wir unterscheiden oft strikt zwischen beiden Ansätzen aber es gibt auch noch einen dritten Weg, der Update und Relaunch miteinander verbindet. Dieses Vorgehen nennt sich “kontinuierlicher Relaunch”.

Dabei geht man davon aus, dass ein Digitalisierungsprojekt ohnehin nie abgeschlossen ist, sondern immer fortgeführt und angepaßt werden muß. Das entspricht auch eher der Realität als der Glaube, dass man mit einer neuen Website für die nächsten 3-5 Jahre erst einmal “Ruhe” hat und nichts mehr daran ändern/anpassen muss. Das Hauptproblem dabei ist nämlich, dass die Website meist schon beim Launch “veraltet” ist, da die Konzeptionsphase schon wieder einige Zeit zurückliegt. 

Der “kontinuierliche Relaunch” sieht hingegen einen permanenten Verbesserungsprozess vor. Dabei werden nicht nur ständig die technische Grundlagen aktuell gehalten, sondern auch die funktionalen Anpassungen vorgenommen. Auf veränderte Marktbedingungen kann sofort reagiert werden. 

Für den Dienstleister hat es den Vorteil, dass die Auslastung planbar wird und man ständig mit dem Kunden im engen Kontakt ist.